
Gold in Berlin
Heute Mittag wurde der mit 10.000 Euro dotierte "Große Stern des Sports" in Gold 2008 in Berlin verliehen. Die Auszeichnung wurde vom Bundespräsidenten Horst Köhler vergeben.
Unser Landessieger aus Mecklenburg-Vorpommern konnte sich hervorragend platzieren:
Platz 9 für den Plauer Hai-Live e.V. (eingereicht bei der Volks- und Raiffeisenbank eG, Sitz Güstrow)
Unter Freudentränen nahm Vereinsvorsitzende Annett Schumann gemeinsam mit Bankvorstandsmitglied Elgin Stündel den Preis entgegen.
„ vermitteln Freude am Segeln" lautet das Motto des Vereins Plauer Hai-Live e.V. aus Plau am See in
Mecklenburg-Vorpommern. Das ist aber längst nicht alles. Der Verein fördert die Integration von
Behinderten durch das Segeln. „ Segeln" so sagt die Vereinsvorsitzende Annett Schumann, „ eine
Sportart, bei der Behinderte die gleichen Chancen haben wie Nichtbehinderte".
Dass das mit der Chancengleichheit bestens klappt, beweisen Nachfrage und Erfolge. Inzwischen ist der im Frühjahr 2006 gegründete Verein auf 26 Mitglieder gewachsen, von denen die Hälfte behindert ist, womit auch Menschen gemeint sind, die sich von einem Schlaganfall erholen, den Segelsport als Teil der Rehabilitation machen.
Es sind Menschen, die durch Krankheiten oder Unfälle an den Rollstuhl gebunden oder anderweitig nur eingeschränkt bewegungsfähig sind; darunter auch einige mit geistigen Behinderungen. Die Altersgruppe ist weit gefasst: sie reicht von 18 bis 72. „ ist ein gutes Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten und von Alt und Jung" sagt Annett Schumann. Ihr Mann ist Neurochirurg und leitender Arzt an der Reha-Klinik Plau am See. Er weiß um die Schwierigkeiten, die Behinderte haben, wenn sie nach dem Klinikaufenthalt zurück in ihren Alltag gehen. „ fallen in ein tiefes Loch." Vor diesem Hintergrund entstand die Idee für das Angebot für „ mit Handicap." Gemeinsam mit einem
Herbergsvater vom Plauer See entwickelte das Ehepaar Schumann das Konzept für die Plauer Haie.
In der Herberge wurden behinderten gerechte Unterkünfte eingerichtet und das Klinikum am See spendete das erste Boot. Ein Einmannkielboot der Klasse 2.4 mR („" wie es auch bei den Paralympics
zugelassen ist. Inzwischen verfügt der Verein über fünf solcher Boote sowie einen kostenfreien Steg an der Plauer Marina und einen eigenen Container.

